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RELINE fordert praxisorientierte Neufassung des DWA-Arbeitsblatts A 143-3

RELINE Pressemitteilung DWA-Arbeitsblatt



Verantwortliche sehen im derzeitigen Entwurf erhebliche Risiken für Fortschritt und Umwelt


Rohrbach, 02.05.2026 – Die aktuelle Diskussion um die Neufassung des DWA-Arbeitsblatts A 143-3 stellt die zentrale Frage für die Zukunft der grabenlosen Kanalsanierung: Wie müssen technische Regelwerke gestaltet sein, damit sie Qualität sichern, ohne Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und technologische Entwicklung aus dem Gleichgewicht zu bringen?


Als Markt- und Innovationsführer bekennt sich RELINE zu klar definierten regulatorischen Rahmenbedingungen für das Schlauchlining. Kritisch bewertet das Unternehmen jedoch Ansätze, die Anforderungen zu stark zu vereinheitlichen – wie vom DWA-Arbeitskreis zum A 143-3 aktuell gefordert.


„Wer Regeln für eine ganze Branche formuliert, trägt eine besondere Verantwortung“, sagt Marc Stiebing, CEO von RELINE. Statt Prozessdogmatik setzt RELINE auf Ergebnisorientierung. „Nicht jede Haltung, nicht jede Baustelle und nicht jedes System braucht dieselbe Vorgabe. Entscheidend sind Qualität und Betriebssicherheit des sanierten Kanals.“



RELINE setzt auf differenzierte Bewertung statt pauschaler Verschärfung

Allerdings droht sich nach Auffassung von RELINE im Zuge der Diskussion um A 143-3 der Maßstab zu verschieben: weg von einer differenzierten Bewertung hin zu Vorgaben, deren zusätzlicher Nutzen nicht klar belegt ist. Im derzeitigen Entwurf des Arbeitsblatts gehen viele Vorschläge über das technisch Erforderliche hinaus. Würde er in der jetzigen Form in Kraft treten, stiegen Aufwand und Kosten in Planung und Ausführung von Linerprojekten erheblich. Ein Beispiel dafür sind im Papier diskutierte neue Vorgaben zur Mindestwanddicke.


Stefan Reichel, Head of Quality & Technology bei RELINE, erläutert: „Nimmt man eine exemplarische Baustelle mit einem Grundwasserstand von 1,5 Metern an, könnten solche Vorgaben die Wanddicke abhängig vom Linertyp nach unseren Berechnungen um bis zu 30 Prozent erhöhen.“


In diesem Fall sähen sich Planer, Einbauer und die finanziell ohnehin schon stark belasteten Kommunen mit der Tatsache konfrontiert, bei gleichbleibenden Budgets weniger Erneuerungsleistung umsetzen zu können. „Mehr Materialeinsatz schafft nicht automatisch einen Qualitätsgewinn“, so Marc Stiebing. Im Gegenteil: „Der bestehende Sanierungsstau verschärft sich weiter. Dabei bleibt der Erneuerungszyklus des im Durchschnitt 50 Jahre alten Kanalnetzes schon heute deutlich hinter den Notwendigkeiten zurück. Realistisch betrachtet müssten die Maßnahmen mindestens verdoppelt werden.“



Nachhaltigkeit gerät unter Druck

Die grabenlose Kanalsanierung ertüchtigt bestehende Netze ressourcenschonend, reduziert Eingriffe in Umwelt und Verkehrsräume. Gerade vor dem Hintergrund des europäischen Green Deal, der Klimaneutralität bis 2050 fordert, wäre es laut RELINE das falsche Signal, zusätzliche materialintensive Vorgaben ohne klare Notwendigkeit zu verankern.


„Wie eine unabhängige Studie von Fraunhofer UMSICHT belegt, ist die grabenlose Kanalsanierung mit GFK-Schlauchlinern die emissionsärmste Sanierungsmethode. In seiner jetzigen Form würde das DWA-Arbeitsblatt A 143-3 die bereits erlangten Erfolge in der CO²-Reduktion konterkarieren“, erklärt CEO Marc Stiebing.


Auch Stefan Reichel, Head of Quality & Technology, ist überzeugt: „Nachhaltigkeit entsteht dort, wo technische Leistung, Umsetzbarkeit und Ressourceneinsatz im Sinne der ökologischen Gesamtbilanz sorgfältig austariert werden. Gerade mit Blick auf künftige Generationen müssen wir Sanierung sicher und verantwortungsvoll denken.“



Innovation braucht wissenschaftlich fundierte Freiräume

Die Schlauchliner-Industrie ist eine Branche mit hoher Innovationsdynamik. Materialien, Verfahren und Systeme verändern sich kontinuierlich. RELINE wird dem unter anderem mit einer hauseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung gerecht. Diese steht im ständigen Austausch mit unabhängigen wissenschaftlichen Experten, die neue Erkenntnisse regelmäßig validieren.


„Ein zukunftsfähiges Arbeitsblatt A 143-3 sollte Fortschritt berücksichtigen und gleichwertige, praxistaugliche Lösungen ermöglichen. Werden solche Alternativen ohne zwingenden Grund eingeschränkt, bremst das den Wettbewerb und Weiterentwicklung,“ sagt Dr. Rainer Wendel, Head of Research & Development bei RELINE.



RELINE bringt sich konstruktiv in die Fachdebatte ein

Das Unternehmen wird die Diskussion in den kommenden Wochen und Monaten aktiv durch faktenbasiertes Know-how mitgestalten. RELINE will dazu beitragen, dass die weitere Ausarbeitung von A 143-3 auf einer belastbaren Grundlage erfolgt und die Anforderungen der Praxis angemessen berücksichtigt werden.


„Wir stehen im Austausch mit anderen Marktteilnehmern und sehen klar, dass unsere Bedenken in der Branche geteilt werden“, betont Marc Stiebing. „Es geht hier nicht um Einzelinteressen, sondern um eine Weichenstellung dafür, wie zügig und wirksam die Sanierung unseres Wassernetzes in den kommenden Jahren vorankommt. Und darum, wie wir als Branche auf den Green Deal der Europäischen Union einzahlen.“




Pressekontakt

RelineEurope GmbH

Katrin Nitsche

Head of Marketing

Tel: +49 6349 93934-245


Über RELINE

Die 2009 gegründete RelineEurope GmbH stellt an ihrem Hauptsitz im rheinland-pfälzischen Rohrbach GFK-Schlauchliner wie auch die passende UV-Technologie für deren Aushärtung auf der Baustelle her. RELINE ist der weltweit einzige Hersteller, der die GFK-Schlauchliner sowie das dazugehörige Equipment aus einer Hand anbietet. Eine weitere Besonderheit ist die hauseigene Produktion von Glasfasermatten. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Japan, Indien und in den USA aktiv.

 
 
 

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